Wie Yoga mir geholfen hat, meine Trauer zu verarbeiten

Yoga Kamel

Vor ein paar Jahren habe ich eine Trauer erfahren müssen, die mich sehr aus der Bahn geworfen hat.
Es war ein Schmerz, den ich vorher so nicht kannte und der so stark war, dass mir damals die Worte fehlten, um ihn zu beschreiben.

Grundsätzlich war ich auch damals schon ein positiver und optimistischer Typ, der das Leben liebte.

Das Leben aber forderte mich plötzlich auf unliebsame Weise heraus, so, als würde es schauen wollen, wie ernst es mir damit ist.

Am Anfang war ich fast wie taub oder gelähmt, die Trauer legte sich wie eine Last auf meine Schultern und auf meinen Brustkorb.

Da ich schon lange Yoga gemacht hatte, wusste ich instinktiv, dass es nicht gut wäre, Yoga jetzt aus meinem Leben zu verbannen.

Ich fing nach kurzer Zeit, in der ich mich eigentlich noch nicht einmal zum Yoga aufraffen konnte, an, ein paar Sonnengrüße zu machen.

Es fiel mir zunächst nicht leicht, aber langsam spürte ich meine Lebensenergie wieder. Allerdings war der Druck auf der Brust immer noch da…ich weinte zu dieser Zeit sehr viel.

Ich fing an, Herzöffner zu praktizieren, da ich das Gefühl hatte, ich musste dem Druck auf der Brust etwas entgegenwirken.

Und dann passierte etwas Magisches.

Eines Tages machte ich wieder eine Herzöffner-Übung und blieb etwas länger in der Asana, als ich merkte, dass es in meinem Brustkorb anfing, warm zu werden, so dass ich bitterlichst losweinen musste.

Ich blieb in der Position und weinte und weinte und weinte, es fühlte sich an, als wäre ein Knoten geplatzt oder eine Schleuse geöffnet.

Plötzlich fühlte sich der Druck auf der Brust schon etwas leichter an.

Ich war so erlöst und erleichtert, dass ich nun täglich diese Übungen machte und immer noch viel weinte. Das war gut für mich. Von Mal zu Mal wurde es besser, und ganz allmählich konnte ich auch endlich wieder durchatmen.

So wurde es immer besser, bis irgendwann der Druck weg war, und ich nicht mehr weinen musste.

Das dauerte natürlich alles seine Zeit, aber es hat mir die Heilkraft im Yoga sehr anschaulich und mich noch überzeugter gemacht, dass Yoga in allen Lebenslagen ein Weg der Unterstützung ist.

Seitdem sind Herzöffner aus meiner täglichen Yogapraxis nicht mehr wegzudenken.

Man sagt ja, dass negative Erfahrungen einen stärken können. Bei mir ist das definitiv der Fall. Ich bin unheimlich dankbar für mein heutiges Leben und würde es mir nicht anders wünschen wollen.

Auch meine Leichtigkeit und Fröhlichkeit sind wieder vollständig zurückgekommen. Ein wunderbares Gefühl.

Ich zeige euch hier meine zwei Lieblings-Herzöffner-Übungen

 

  1. Der Fisch

 

Herzöffner Yoga

 

Wirkung: Der Fisch hilft körperliche und seelische Spannungen, die sich im Bereich des Brustkorbes und des oberen Rückens, sowie der Schultern angesammelt haben zu lösen. Er macht dich offen und frei für neues und lässt dich kräftig durchatmen. Der Bereich deines Herzens wird geöffnet, du bist offener für neue Dinge und schaust den Dingen positiver entgegen.

Meine Lieblingsvariante mit Blöcken zur Unterstützung

 

Heröffner

 

2. Das Kamel

 

Yoga Kamel

 

Wirkung: Auch hier wieder die gleiche positive Wirkung der Weite und Offenheit im Herz  und Brustbereich, dein Herzbereich wird quasi weit und offen für dich und für andere Lebewesen. Gleichzeitig wird dein Rücken gestärkt, so das du selbstbewuster und mit geraderem Rücken durch das Leben gehen kannst.

 

ACHTUNG!!! bei Schwindelgefühlen oder starken Nackenproblemen, sowie bei Schilddrüsenfunktionsstörrungen erst mit deinem Arzt besprechen ob diese Arten von Übungen für dich gehen.

 

Jetzt wünsche ich euch noch einen herzöffnenden und liebevollen Sonntag

bleibt gesund

eure Miri

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8 Kommentare

  1. So ein schön geschriebener Post, liebe Miri!
    Ich freue mich schon sehr auf das Yoga-Wochenende und bin gespannt, ob mir Yoga auch helfen kann, wieder positiver ins Leben zu starten.
    Fühl dich gedrückt, Tina

    1. Ich danke dir . Das wird bestimmt ein ganz tolles Wochenede und vielleicht findest du da ja einen kleinen Anstoß. Lg Miri und drücker zurück

    1. Probiere es doch einfach mal aus… sonst machst du einfach mal eine Probestunde bei mir wenn du willst. Und da kann ich dich beruhigen, ich bin auch nicht soooo gelenkig und werde einige Positionen warscheinlich auch nie hinbekommen, aaaaaber du fängst ja auch nicht erst an zu reiten, wenn du schon reiten kannst, gelle??? du fängst ja mit Yoga an um beweglicher zu werden. Deswegen ist es ja vollkommen normal das du es am Anfang noch nicht bist. Also ruhig Mut. Drücke dich lg Miri

  2. Ein sehr schön geschriebener und sehr persönlicher Post. Und wie schön, daß Du Deinen Weg aus der Trauer gefunden hast. So eine Phase hatte ich auch mal und vielleicht hätte mir Yoga damals auch helfen können. Wer weiß 😉
    Ich drück Dich, bis bald.
    Lg. Beate

    1. HUhu liebe Beate,
      Ich danke Dir sehr. Ja, aber es war ein langer Weg und jetzt kann ich es mir ohne Yoga garnicht mehr vorstellen.
      Ich hoffe das wir uns ganz bald wieder sehen…Deine Miri

  3. Ein wirklich sehr schöner, persönlicher und ehrlicher Post! Auch mir hat Yoga schon sehr geholfen und ich möchte es weiter ausbauen.
    Ich freue mich sehr für dich, dass du deinen Weg gefunden hast und ich finde deine Zufriedenheit strahlst du auch aus!
    Alles Liebe für dich und liebe Grüße
    Melanie

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